Abhilfe schaffen

Das hängt von der Stärke der Konzentrationsschwierigkeit und von den möglichen Ursachen ab, davon, ob sie verstärkt von innen oder außen verursacht werden.

Schnell durchzuführende Maßnahmen
Entstehen die Konzentrationsschwierigkeiten zumeist durch äußere Umweltfaktoren, versuchen Sie Abhilfe zu schaffen. Vielleicht klingelt irgendwie pausenlos das Telefon, während Sie versuchen, die Präsentation für den Kunden vorzubereiten? Dann definieren und kommunizieren Sie doch feste Telefonzeiten, zu denen man Sie erreichen kann. Zu anderen Zeiten sind Sie einfach nicht erreichbar. Sorgen Sie eventuell für einen guten Sitz am Arbeitsplatz, tun Sie alles, um sich wirklich wohl zu fühlen. Und schon könnte das mit der Konzentration sehr viel besser funktionieren.

Geeignete Kurse und Übungen
Man kann auch lernen, sich unabhängig von äußeren Faktoren besser zu konzentrieren. Dies beispielsweise in dafür bestimmten Kursen, die etwa Autogenes Training anbieten. Das Autogene Training ist auch mithilfe von Büchern, DVDs etc. Zuhause erlernbar. Aber in der Gruppe macht es meistens mehr Spaß. Das Training wird in eine Unter- und eine Oberstufe geteilt. Viele Konzentrationsübungen sind bereits Teil der Unterstufe. Man lernt etwa, sich auf den eigenen Herzschlag zu konzentrieren, ruhig dabei zu werden. Man suggeriert sich selbst einen klaren Kopf, eine kühle Stirn oder konzentriert sich auf bewusstes Atmen. Probieren Sie es aus: Es funktioniert! Die Oberstufe erweitert die Grundlagen beispielsweise um Reisen im eigenen Kopf, die die Konzentrationsfähigkeit abermals steigern. Ebenso effektiv für die Konzentration können übrigens auch Yogakurse sein. Und neben solchen Kursen helfen einfache Übungen mitunter schnell und problemlos. Manchmal reicht es aus, einfach eine Weile die Arme kreisen zu lassen oder die Waden zu dehnen. Durch so genannte Über-Kreuz-Übungen kann die koordinierte Arbeit beider Hirnhälften gefördert werden, was auch zur Steigerung der Konzentration beiträgt. Eine Übung gefällig?

Begeben Sie sich in den aufrechten Stand. Nun heben Sie ihr rechtes Knie an. Der rechte Arm schwingt dann nach hinten, während Sie den linken Ellenbogen leicht auf das Knie drücken. Dann begeben Sie sich erneut in die Ausgangsposition, heben nun das linke Knie und drücken den rechten Ellenbogen leicht auf das linke Knie. Machen Sie dies einige Male.

Spiele
Insbesondere für Kinder hält der Markt einige Bücher und Hefte mit so genannten Förderspielen bereit. Sie unterstützen die Kinder dabei, ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf einzelne Aufgaben zu lenken.

Tabletten und Therapien
Den Konzentrationsschwierigkeiten kann man durchaus auch mit Tabletten zu Leibe rücken. Als Wirkstoff enthalten diese etwa Ginkgo-Extrakt. Blätter des Ginkgo-Baumes galten bereits im alten China als ausgezeichnete Heilmittel. Auch Sauerstoff-Therapien sind nicht selten hilfreich für die Konzentration: Sie fördern unter anderem die Durchblutung des Gehirns, was sich auch positiv auf die Konzentrationsfähigkeit auswirkt. Bei an ADS leidenden Personen werden mitunter Medikamente mit Wirkstoffen wie Mirtazapin und Fluoxetin verschrieben. Daneben setzt man unter anderem auf Verhaltens-, Ernährungs- und Familientherapien sowie auf Tiefenpsychologie.

Sie sehen, mangelnde Konzentrationsfähigkeit ist wirklich kein Schicksal. Tun Sie etwas dagegen!