Lesen Sie einmal das Geschriebene von jemandem, der Konzentrationsstörungen hat. Es könnte sein, dass Ihnen das gar nicht gelingt. Eine fahrige Schrift ist nämlich ein mögliches Indiz für mangelnde Konzentration. Andere Indizien? Die Person ist leicht ablenkbar, auch wenn sie sich einer Aufgabe zu widmen hat, die eigentlich volle Konzentration erfordert. Sie wirkt schnell ermüdet und unruhig: Dem Lehrstoff in der Schule kann nicht mehr gefolgt werden, Fehler beim Bedienen von Maschinen treten auf oder beim Erfassen von Daten. Jeder kann sich lebhaft vorstellen, wie schwerwiegend Auswirkungen von Konzentrationsschwierigkeiten sein können: Ist es bei der Verkäuferin vielleicht „nur“ ein Rechenfehler an der Kasse, so können sie beim Arzt schlimmstenfalls ein Menschenleben kosten.
Von welchen Faktoren ist die Konzentration abhängig?
Zu den Faktoren, die die Konzentrationsfähigkeit eines Menschen beeinflussen, zählt man unter anderem den emotionalen Zustand der jeweiligen Person (positive Stimmung fördert die Fähigkeit zur Konzentration, negative mindert sie) oder ein mögliches Desinteresse an der zu bewältigenden Aufgabe. Auch dauerhafte Charaktereigenschaften besitzen Einfluss auf die Konzentration: Eine geringe Frustrationstoleranz kann beispielsweise bei komplizierten Tätigkeiten dazu führen, dass man innerlich schnell aufgibt und sich gedanklich von der Aufgabe löst. Der physische Zustand spielt ebenso eine Rolle: Ist man — wie bereits beschrieben — müde oder hat mit Schmerzen zu kämpfen, so sinkt die Konzentration. Und die Ernährung ist ein weiterer wichtiger Faktor. Unter anderem die folgenden Vitamine können die Konzentrationsfähigkeit günstig beeinflussen:
Vitamin C: enthalten beispielsweise in Sojabohnen und rohem Obst.
Thiamin (B1): enthalten beispielsweise in Nüssen, Kartoffeln und Naturreis.
Pantothensäure: enthalten beispielsweise in Leber, Vollkorngetreide und Eigelb.
Cobalamin (B12): enthalten beispielsweise in Leber, Eigelb und Fisch.
Wie bereits geschildert, können auch situationsbedingte Faktoren auf die Konzentrationsfähigkeit einwirken, etwa ein unbequemer oder lauter Arbeitsplatz.